Eine Siebträgermaschine wird für die Zubereitung eines echten italienischen Espresso benötigt. Gute Siebträgermaschinen zeichnen sich dadurch aus, dass sich das Sieb entnehmen lässt und die Maschine manuell zu bedienen ist. Es erfordert ein wenig Übung mit solch einer Maschine eine perfekten Espresso zu zubereiten, doch mit einigen Durchgängen, sollte es jedem möglich sein, dies zu erlernen. Neben dem Espresso lassen sich mit einer Siebträgermaschine auch Latte Macchiato und Cappuccino herstellen.
Seinen Ursprung hat der Espresso natürlich in Italien, bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand dort der Trend Espresso anzubieten und zu servieren. Auf Wunsch der Gäste wurde die extra starke Kaffeespezialität zubereitet und serviert. In vielen modernen Küchen und Haushalten gehört eine Espressomaschine zur Grundausstattung dazu, die Auswahl ist groß und der Kunde hat die Qual der Wahl. Viele technische Angaben, können auf den ersten Blick verwirren, daher macht es durchaus Sinn sich mit der Thematik vor dem Kauf etwas intensiver zu befassen.
Einige Faktoren sind tatsächlich entscheidend dafür, wie gut ein Espresso gelingt. Im folgenden Text finden Sie alles wissenswerte über Siebträgermaschinen und was noch nötig ist um einen perfekten Espresso zu zaubern.

Funktionsweise einer Siebträgermaschine / Espressomaschine Siebträger
In der Siebträgermaschine befindet sich ein beheizbarer Kessel, in diesem Kessel wird das benötigt Wasser erhitzt, je nach Modell wird die Hitze durch einen Wärmetausche, einen elektrischen Kessel oder mittels Gas erzeugt. Die Wassertemperatur für die Zubereitung des Espressos sollte mindestes 90 Grad Celsius betragen. Nachdem das Wasser auf die benötigte Temperatur erhitzt wurde, wird dieses unter einem extrem hohen Druck durch das fein gemahlene Espressomehl gepresst, der nötige Druck wird durch eine elektrische Pumpe erzeugt. Ältere Modelle haben zum Teil zu heißes Wasser erzeugt, der so entstandene Wasserdampf wurde dann, mit geringem Druck durch das Sieb gepresst, diese Methode ist allerdings nicht mehr zeitgemäß und wird nicht mehr berücksichtigt.
Bereits im Jahr 1938 wurde ein Patent von Achille Gaggia angemeldet, in diesem Patent wurde festgehalten wie man Wasser unter sehr hohen Druck, unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Kolbens durch das Kaffee- oder Espressopulver presst. Nur durch den hohe Druck ließ sich die heute so bekannte und beliebte Crema auf dem Espresso erzeugen. Das Espressomehl wird in dem sogenannten Tamper zusammengepresst, dies macht man damit sich das Espressopulver nicht in die Brühkammer ausgeschwemmt wird und so an Stärke verliert. Das Prinzip der Espressomaschine war geboren.
Genau diese Funktionsweise nutzen auch die heutigen Espressosiebmaschinen, heute nennt man den Tamper „Brühstempel“ durch diesen kann zeitgleich das Brühwasser fließen. Dieses Prinzip automatisiert zwar den typischen Tamper-Vorgang, hat sich jedoch bewährt. Ein Barista wird diesen Vorgang nicht akzeptieren und erklären, dass die Qualität des Espressos darunter leidet.

Siebträgermaschine mit Mahlwerk
Die meisten der Siebträgermaschine mit Mahlwerk arbeiten mit einem herausnehmbaren Sieb, dies erleichtert die Befüllung sowie die Reinigung erheblich, Maschinen die kein Mahlwerk besitzen erfordern den zusätzlichen Einsatz einer Espressomühle, Maschinen ohne Mahlwerk findet man auf dem Markt deutlich häufiger. Zwar muss man wie bereits erwähnt bei Maschinen ohne Mahlwerk den Kaffee gesondert mahlen und in das Sieb geben, doch dies hat den Vorteil das man häufig den Mahlgrad bei einer externen Mühle besser einstellen kann, Espressofans wissen sicherlich das ein guter Mahlgrad über das gelingen der Crema entscheidet.

Bedienung der Siebträgermaschinen / Espressomaschine Siebträger
Damit man einen perfekten Espresso zubereitet, sollte man 3 Dinge beherzigen, den diese beeinflussen die Espressoqualität maßgeblich. 1. Die Dauer der Brühzeit muss stimmen 2. der Mahlgrad des Kaffeepulvers und 3. Die Kompression des Kaffeepulvers im Siebträger.
Diese drei Faktoren sind deswegen so wichtig, weil jeder einzelne Punkt die Qualität des Espressos deutlich beeinflusst und sich der Geschmack durch Veränderungen dieser Faktoren steuern lässt. Hinzu kommt noch das sich die drei Faktoren gegenseitig beeinflussen, es kann also sein das es eine ganze Weile dauert bis man die perfekte Kombination der Faktoren für sich gefunden hat.

1. Die Dauer der Brühzeit wird im Idealfall bereits über den Mahlgrad festgelegt und sollte bei 2 Espresso mit jeweils 25 ml ungefähr 25 Sekunden dauern.

2. Umso feiner der Mahlgrad des Espressopulver, desto langsamer sollte der Brühvorgang ablaufen, eine gute Ausgangsposition ist die Nutzung eines mittel-feinen Espressopulvers. Auf diese Weise können Sie nach der Zubereitung eines Espressos, die Mahlung variieren und so auf die perfekte Brühzeit hinarbeiten.

3. Kaffeepulver Kompression
Das Kaffeepulver sollte gleichmäßig gepresst sein und nicht zu stark verpresst werden, ansonsten wird der Espresso nicht die beste Qualität erreichen. Der beste Druck zum Anpressen liegt bei etwa 15 Kg.

Unterschiedliche Arten der Siebträgermaschinen
Natürlich gibt es mittlerweile unterschiedliche Maschinenarten, es lässt sich beobachten das in den letzten Monaten die Dualboilertechnik immer beliebter geworden ist. Die Siebträgermaschinen arbeiten mit einem relative großem Dampfkessel oder mehreren kleinen Brühkesseln, diese sorgen für eine konstante Wassertemperatur.
Siebträgermaschinen mit einem Kessel benötigen ungefähr 20 Minuten um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu heizen, doch genau weil diese Boiler nicht konstant beheizt werden, sind Thermoblock Maschinen sehr beliebt. Hinter dem Begriff Thermoblock, verbirgt sich eine Maschine ohne Boiler, das Wasser wird nach Bedarf durch einen Durchlauferhitzer gepumpt und innerhalb von 2 Minuten ist der Espresso zubereitet, eventuell nachteilig: es ist keine Brühdrucksteuerung vorhanden.

Im Grunde werden die Kessel bei allen Siebträgermaschinen elektronisch beheizt, größere Zweikreis-Siebträgermaschinen, für den Einsatz im gastronomischen Bereich, gibt es mit einer zusätzlichen Gasheizung, solche Maschinen benötigen nur wenig Strom, dies hat den Vorteil, dass man die Maschinen auch in Strandbars etc etc nutzen kann, innerhalb weniger Minuten heizen sich die Maschinen auf und können so schnell Espresso produzieren.

Siebträgermaschine Empfehlung
Schaut man sich im Internet um, tauchen in den Produktempfehlungen immer wieder Geräte der folgenden Hersteller auf (Siebträgermaschine Empfehlung): DoLonghi, Sage, Beem, Bezzera, Lelit, Rancilio und Rocket auf.

Um die angebotenen Siebträgermaschinen miteinander vergleichen zu können, bieten sich die folgenden Merkmale / Leistungsfaktoren besonders an: Kesselmaterial – Kesselkapazität – PID – Brühgruppentyp – Ø Siebträger – Aufheizzeit – Pumpenart – Manometer – Festwasseranschluss – Gewicht – Maße – Preis – Gehäusematerial – Leistung – Lautstärke. Wenn Sie sich unsicher sind können Sie sich im Internet tiefer in die Materie und die Magie der Espressozubereitung einlesen.

Siebträgermaschine entkalken & Siebträgermaschine reinigen
Die Reinigung der Maschinen gehört ganz einfach zu den regelmäßigen Tätigkeiten dazu, damit dies möglichst einfach funktioniert sollte die Maschine einen abnehmbaren Wassertank und eine entnehmbare Tropfschale besitzen. Meistens sind die Bauteile mit einem praktischen Klicksystem ausgestattet und lassen sich schnell herausnehmen und ebenso leicht wieder einsetzen. Frisches Wasser ist enorm wichtig und durch die Entnahme des Wassertanks ist es möglich diesen leicht auszuspülen und unter dem Wasserhahn zu befüllen. Zur Reinigung und Pflege zählt auch eine regelmäßige Entkalkung, so stellt man sicher, dass die Leitungen sich nicht zusetzen, neue Maschinen besitzen ein Entkalkungsprogramm. Sieg sehen wie wichtig Siebträgermaschine entkalken & Siebträgermaschine reinigen ist, in der Bedienungsanleitung finden Sie genauere Angaben in welchem Zeitzyklus Sie diese Arbeiten durchführen sollten.

Mit dem richtigen Siebträgermaschinenmodell starten Sie ihre Karriere als heimischer Barista, machen Sie sich in aller Ruhe mit den technischen Möglichkeiten der Maschine vertraut und probieren Sie wie im Text erklärt verschiedene Mahlstärken aus. Sie werden sehen, man findet schnell heraus auf welche Handgriffe und Tricks es ankommt um einen guten Espresso zu zubereiten. Am Ende zählt das der Espresso ihren Wünschen entspricht. Mit einer Maschine eines bekannten Herstellers, hat man in der Regel über Jahrzehnte keinerlei Probleme, bei der Anschaffung gilt es, ebenso wie bei allen anderen Produkten, lieber einmal etwas mehr Geld investieren und von der hohen Qualität profitieren.