Was ist Spinning?
Spinning ist die modernere und beliebtere Form vom klassischen Indoor-Cycling.
Beim Spinning wird das Radfahren nach drinnen verlegt. Vorzugsweise in Fitnessstudios oder Räumlichkeiten von Fitnessgruppen. Dabei wird auf einem Standgerät das Radfahren nachgeahmt, wobei manche Optionen wie Rücktritt, Bremsen oder das Fahren von Kurven beim Spinning keine Rolle spielen.
Da es in der Regel in Gruppen absolviert wird, gibt die dadurch entstehende Gruppendynamik eine gewisse Erleichterung, die besonders für Spinninganfänger eine große Rolle spielen kann. Der jeweilige Fahrer kann sich so von der Gruppe mitreisen lassen, anstatt alleine in die Pedale zu treten und zu warten, dass die Zeit des Trainings herumgeht. Dabei spielende Musik wirkt zusätzlich unterstützend auf die Fahrer ein, während ein Trainer Anweisungen gibt.
Wichtig ist, dass beim Spinning kein Wettkampf stattfindet und es rein um die Dauer des Trainings geht, nicht um den Widerstand oder die Geschwindigkeit. Nach einer Aufwärmphase wird die Schwierigkeit erhöht. Wie hoch der Widerstand sein soll und wie schnell in die Pedalen getreten wird, kann jeder Fahrer für sich selbst einstellen. Damit kann jeder während des Trainings selbst bestimmen, wie schwer er dieses gestaltet. Das ermöglicht unterschiedlich fortschrittliche Teilnehmer in einer Gruppe unterzubringen.

Ausdauertraining für Zuhause!
Wer Ausdauertraining zu Hause machen will, hat nur eine beschränkte Auswahl, denn die meisten Trainingsmöglichkeiten finden Outdoor statt. Dazu zählen auch die gängigsten Trainingsmethoden wie das Fahrradfahren und Joggen. Spinning dagegen ist eine gute Möglichkeit Zuhause oder im Fitnessstudio die Ausdauer zu trainieren. Dabei lässt Spinning eine schnelle und effektive Steigerung aufgrund der sitzenden Position zu, die es zulässt, die Beine während des Trainings unterschiedlich stark zu belasten. Im Gegensatz zum Joggen, wo man richtige Pausen einlegen muss, kann beim Spinning zwischendurch einfach langsamer getreten werden, wenn die Beinmuskulatur wieder etwas entlastet werden soll. So muss das Training nicht unterbrochen, sondern nur abgeschwächt werden.

Welche Muskeln werden beim Spinning trainiert?
Neben Gründen wie das Trainieren von Ausdauer und dem Verlieren von Körperfett spielt für die meisten Trainierenden auch der Aufbau von Muskeln eine große Rolle beim Training. Spinning kann besonders der Frauenwelt etwas Gutes tun, denn es ist hervorragend für ein Bauch-Beine-Po Training.
Während des Trainings wird durch das Treten der Pedalen die Beinmuskulatur ganz besonders beansprucht. Aufgrund der Anspannung und der sitzenden Haltung wird auch die Gesäßmuskulatur beansprucht und dadurch trainiert. Durch die Haltung während der „Fahrt“ und die ausgeführten Bewegungen werden auch die Bauchmuskeln sehr gut trainiert. Das gilt besonders für die seitlichen und die oberen Bachmuskeln, wenn das Bike optimal eingestellt ist.
Zusätzlich wird auch die Rumpfmuskulatur stark beansprucht da diese viel Arbeit mit dem Ausgleichen von Gewicht und Bewegungen hat.
Mit Spinning kann somit eine Stärkung der gesamten Bauch-Beine-Po-Region stattfinden. Für das optische Erscheinungsbild wiederum bedeutet das, dass der Bereich der Körpermitte gestrafft sowie definiert werden kann. Zusätzlich wird die Ausdauer gestärkt und öffnet gute Möglichkeiten für weitere Trainingsarten.

Indoor-Cycling
Indoor-Cycling ist für viele Leute nur ein anderer Begriff als Spinning. Tatsächlich ist das eigentlich falsch, auch wenn es mittlerweile sprachlich so wahrgenommen und Spinning häufig mit Indoor-Cycling gleichgesetzt und beides als Synonym füreinander verwendet wird. Fachlich gesehen sind beides aber unterschiedliche Trainingsmethoden, die sich in vielen Hinsichten stark ähneln, aber nicht gleich sind.

Eigentlich ist Indoor-Cycling die ursprüngliche Form des Spinnings. Leicht abgewandelt wird es häufig ohne Musik ausgeführt. Zudem wird es einzeln absolviert. Das Training kann allein zuhause genauso wie im Fitnessstudio mit Fitnesspartnern gemacht werden, wobei hierbei offenes Training stattfindet, während jeder für sich selbst Schwierigkeitsgrad und Dauer des Trainings selbst bestimmen kann.
Spinning dagegen wird in der Regel in Gruppen und zu Musik absolviert. Tatsächlich ist Spinning nicht nur ein Begriff, sondern eine geschützte Marke welche von Jonatha Goldberg, einem Amerikaner, als Radtrainingskonzept entwickelt wurde.

Aber egal ob Spinning oder Indoor-Cycling, beide Sportarten werden auf einem Standrad absolviert, auf welchem die Kraft über eine Kette auf eine Schwungscheibe übertragen wird. Modelle können hierbei unterschiedlich ausfallen. Das gilt für die Optik, die Ausführung und Größe ebenso wie die Ausstattung an Programmen und Möglichkeiten.

Welche Vor- und Nachteile hat Spinning?
Vorteile:
Muss nicht im Freien absolviert werden:
Rein theoretisch könnte man Spinning auch im Freien absolvieren, aber man muss es nicht. Wer selbst über ein Spinningrad verfügt, kann auch selbst bestimmen, wo er Spinning ausübt. Ansonsten kann man egal bei welchem Wetter, egal zu welcher Jahreszeit, sich im Sportstudio mit Spinning fit halten.

Abwechslungsreich und motivierend:
Dank der Musik und einem guten Trainer kann Spinning sehr abwechslungsreich sein. Aufgrund der Gruppentätigkeit und der schnellen Trainingsergebnisse ist Spinning auch motivierend und benötigt nur selten Ansporn von außerhalb.

Neue Leute kennenlernen:
Da Spinning in Gruppen stattfindet, trifft man immer wieder auf neue Gleichgesinnte. Eine Gemeinsamkeit kann schnell verbinden und zu neuen Freundschaften führen. Und auch dadurch kann die Motivation fürs Training gesteigert werden.

Nachteile:
Passender Pulsbereich:
Es ist wichtig als Anfänger den Puls überwachen zu lassen, da Spinning dazu verleitet sich zu überschätzen. Fortgeschrittene können meist selbst auf ihren Puls achten und den gesunden Bereich von diesem überwachen.

Neigungen zu Verletzungen:
Gruppentraining kann für manche Trainierende übermotivierend wirken. Das heißt, dass eine zu schnelle Steigerung angestrebt wird, was zu Verletzungen wie zum Beispiel einem Muskelfaserriss führen kann. Es ist wichtig, die Steigerung mäßig zu betreiben und auf Signale des Körpers zu hören.

Spinningbikes.
Bei einem Spinningbike erfolgt die Übertragung der Kraft über eine Kette auf die Schwungscheibe des Spinningbikes. Das Gewicht der Schwungscheibe beträgt in der Regel zwischen 17 und 25 Kilogramm, was je nach Hersteller und Ausführung des Bikes abhängig ist.
Die meisten Bikes funktionieren ohne Freilauf, wobei es auch Indoorbikes gibt, welche einen Sicherheitsfreilauf haben. Diese sind aber häufig kostenintensiver als Bikes die ohne Freilauf ausgestattet sind.
Den Widerstand, dem durch das Gewicht der Schwungscheibe und die Kette oder den Zahnriemen beim Treten entgegengewirkt wird, kann durch verschiedene Stufen und Modi eingestellt werden. Damit kann der Trainierende die Intensität neben der Trainingsdauer, selbst bestimmen und sein Training selbstständig steigern.
Ein Bremshebel dient dazu, die Schwungscheibe zum Stehen zu bringen. Der Bremshebel dient somit dazu ein Training unkompliziert zu beenden oder in Notsituationen das Bike schnellstmöglich zum Stillstand zu bringen. Zudem gibt es mehr Nähe zum echten Fahrradfahren.

Der Griff des Spinningrades ist so konzipiert, dass verschiedene Positionen eingenommen und verschiedene Trittarten verwendet werden können. Beim Fahren können normale Sportschuhe oder richtige Spinningschuhe verwendet werden. Dabei kann auch ein Klickmechanismus das Training unterstützen.

Wie hoch ist der Kalorienverbrauch beim Spinning?
Wie hoch der Kalorienverbrauch während des Spinningtrainings ist, kann man nicht pauschal sagen. Der Verbrauch wird von vielen Faktoren beeinflusst und ist abhängig von:
– Trainingserfahrung, Übung und Ausdauer
– Der körperlichen Verfassung wie Körpergewicht im Bezug zur Körpergröße
– Alter
– Stoffwechsel
– Widerstandshöhe und Tretgeschwindigkeit

Pauschalisieren und auf eine Zahl festlegen kann man sich also nicht. Man kann aber in etwa sagen, dass, abhängig von den oben genannten Faktoren, ein Kalorienverbrauch von etwa 450 bis 850 kcal pro Stunde Training zu erwarten ist. Damit zählt Spinning zu einer der effektiveren Trainingseinheiten mit hohem Energieverbrauch. Im Rahmen einer Diät, die zur Gewichtsreduktion führen soll, ist Spinning also eine hervorragende Untersetzung zum Verlieren von Körpergewicht.

Was sind Spinning-Schuhe und wofür sind sie gut?
Es spielt keine Rolle, ob man bei einem richtigen Spinning-Kurs teilnimmt oder nur Indoor-Cycling zuhause durchführt. Spinning-Schuhe können durchaus sinnvoll für Spinning sein, denn passende Schuhe können das Training noch effektiver gestalten.
Aber was ist überhaupt der Unterschied zu herkömmlichen Schuhen?
Spinningschuhe besitzen an der Sohle eine Möglichkeit, sich mit den Pedalen eines Spinningrades zu verbinden. Somit wird der Halt besser und das Training kann „glatter“ ablaufen, da Abrutschen und Verrutschen während des Tretens verhindert wird. Optisch kann man sie von herkömmlichen Sportschuhen durch ihren Schnitt unterscheiden. Aber auch die dünne, steife Sohle kann man beim genauen Hinsehen gut erkennen.
Man sollte sich nicht direkt als Anfänger Spinningschuhe kaufen, wenn man aber feststellt, dass das Spinningtraining für die eigenen Zwecke geeignet ist und das Training anhalten soll, ist es ratsam Spinningschuhe für das Training anzuschaffen, da es so noch effektiver werden kann.
Sie geben einen sichereren Halt, rutschen also nicht weg, wodurch sich die Füße auch durchweg in der besten Position für eine gute Kraftübertragung befinden. Dadurch wiederum können die Muskeln auch besser beansprucht werden. Zudem sind höhere Geschwindigkeiten möglich und die Belastung auf den Körper und die Belastung, die auf die Muskeln verteilt wird, geschieht gleichmäßiger, was wiederum gesünder ist.

Fazit
Spinning ist eine moderne und sehr beliebte Sportart. Sie ist sehr effektiv für den Muskelaufbau von Bauch, Beine, Po und Rumpf sowie das Steigern von Ausdauer. Auch zum Verbrennen von Kalorien ist Spinning eine bewehrte Trainingsmethode. Zudem ist es ein guter Sport für Fortgeschrittene ebenso wie Anfänger, da diese Sportart sich leicht und effektiv sowie auch schnell steigern lässt. Dafür verleitet Spinning aber auch zur Überschätzung. Man sollte das Training nicht zu schnell steigern, um Muskelfaserrisse und andere Verletzungen zu vermeiden. Das Training unter Aufsicht eines gelernten Trainers ist ratsam, um Fehler zu vermeiden. Außerdem kann ein solcher immer wieder Tipps für effektives Training geben und in schlechten Zeiten für Motivationsschübe sorgen.

Obwohl Spinning ein Training ist, welches in der Gruppe absolviert wird, können in dieser Trainierende unterschiedlichen Fortschrittes teilnehmen. Einzig die Dauer des Trainings ist gleich, die Widerstandsstärke und Tretgeschwindigkeit kann dabei jeder selbst bestimmen. Das hat auch den Vorteil, dass jeder selbst die Schnelligkeit des Trainingsfortschrittes bestimmen kann, wobei auch hier dennoch ratsam ist motiviert, aber nicht übermotiviert zu trainieren.
Da beim Spinning aber kein Wettbewerbsgefühl aufkommt, sollte es in der Regel kein Problem sein. Wer sich unsicher ist ob er das Training in richtigem Tempo steigert kann auch den Gruppentrainer zurate ziehen.